Jedes Jahr aus Neu

Liebe Gemeinde!

So, wie die Jahre zuvor, blicken wir dem neuen Jahr erwartungsvoll entgegen. Wir nehmen uns vor, von nun an alles besser zu machen und hoffen, dass das in uns schlummernde Gute endlich wachgerüttelt werde. Wir lassen uns unseren Optimismus einfach nicht nehmen, obwohl wir es nach all den Jahren eigentlich besser wissen müssten.

Warum ist das so? Die Aussage „Nächstes Jahr wird alles besser!“ impliziert, dass im vergangenen Jahr nicht alles gut war. Retrospektiv stellen wir fest: Schlimmer kann`s nicht werden! Dazu kommt noch, dass man – zum Glück – nicht in die Zukunft schauen kann und von all dem Ungemach, das uns im neuen Jahr womöglich erwartet, deshalb ja noch gar nichts weiß. So genau will man es auch nicht wissen.

Wenden wir uns doch einfach der Umsetzung alltäglicher Dinge zu. Fangen wir zum Beispiel mit der Disziplin an! Ein viel strapazierter Begriff, der immer für Diskussionen gut ist, mitunter  heftige Reaktionen auslöst und auch in diversen Kurzentren bei den Gesprächsthemen ganz vorne in der Themenliste steht. Deshalb will ich gerade am Beginn des neuen Jahres der Disziplin, besser: der Macht der Disziplin, ein paar Zeilen widmen. Schließlich betrifft sie uns alle, und das zu allen Zeiten. Disziplin ist ein wesentlicher Faktor, der Erfolg von Misserfolg unterscheidet. Es braucht Disziplin, um seinen Trainingsplan durchzuziehen, auch wenn Lust und Motivation im Keller sind. Es braucht noch mehr Disziplin, um beim Essen mit Freunden zu Salat und Mineralwasser zu greifen, während die anderen sich beim Schlemmen keine Gedanken machen. Gerade zu den Festtagen ist es natürlich sehr schwer, diese Disziplin durchzuhalten. Andererseits ist es aber auch relativ leicht, „nur“ während der Festtage eisern zu sein und sich den Rest des Jahres gehen zu lassen. 85% aller Menschen träumen von Dingen, die sie „eines Tages“ tun möchten, aber es dann nie fertigbringen. Darum ist es ungemein wichtig, entsprechend „gesunde“ Gewohnheiten zu entwickeln. Der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“, aber es braucht Schweiß, Geduld und vor allem Ausdauer, um diese Gewohnheiten aufzubauen. Aus diesem Grund nennt man die Disziplin auch „die Mutter der Gewohnheiten“ (Schon gehört?) Nur, wenn man seine Lebenseinstellung anpasst, werden sich langfristig auch das eigene Gewicht und die Fitness entsprechend anpassen.

Es mag zwar banal klingen, aber manchmal ist die beste Möglichkeit diszipliniert zu sein –  den inneren Schweinehund zu überwinden – sich nicht allzu viele Gedanken zu machen. Denn wenn man anfängt zu grübeln, dann kommen einem zwangsweise Ausreden in den Sinn. Deswegen: Sofort die Sachen packen, wenn das Training ansteht. Oftmals führt auch die erste Aktivität zur entsprechenden Motivation (statt umgekehrt). Etwas, das wir aber ruhig im Kopf behalten dürfen ist, dass Disziplin ein gutes Gefühl ist.

© Renate Plöchl 0676 31 38 390

 


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